Potsdamer Platz

Nach dem Fall der Mauer kehrte an den zu einem Todesstreifen erstarrten Platz seit 1990 wieder Leben und Bewegung zurück. Ein nicht mehr aufzuhaltender Tatendrang hat sich dort entfaltet. Bienenfleißige Bauarbeiter lassen Tag und Nacht ihre Baufahrzeuge, Kräne und Betoniermaschinen lärmen: Die Bewegung auf der einstigen Brachfläche steht keine Minute mehr still.

Kaum ein Stück alter Bausubstanz ist auf dem Platz erhalten geblieben, an das die Architekten hätten anknüpfen können. Lediglich das Weinhaus Huth von 1912 und Fassadenteile des ehemaligen Grandhotel Esplanade von 1907 wurden in die Neubebauung integriert. Umrahmt von einem fast völlig verglasten Bau wirkt die Fassade des Grandhotels wie ein plakativ präsentiertes Exponat.

Was die Stadt bis dahin noch nicht hatte, haben Architekten hier entworfen. Allen voran das Kollhoff-Gebäude am Potsdamer Platz 1. Ein Klinkerbau, der an die Wolkenkratzerarchitektur New Yorks der 30er und 40er Jahre erinnert. Seine Aussichtsplattform im 24. und 25 Stock bietet den Besuchern, die im „schnellsten Aufzug Europas“ in nur 20 Sekunden den 90m-Gipfel erstürmen, einen atemberaubenden Blick über den Potsdamer Platz in alle Himmelsrichtungen - weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Eine bunte Mischung moderner Büro- und Wohnhäuser nimmt Einkaufspassagen, Kinos, Hotels und Restaurants in sich auf. So ist der Potsdamer Platz heute wieder Treffpunkt, Mittelpunkt und Lebenspunkt für eine zusammenwachsende Stadt, woran sich Berliner und Reisende gleichermaßen beteiligen.

 

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