Abschlussbericht von Dirk Bommes

I. Zwischenbericht

1. Vorauswahl
1.1 Wie haben Sie von dem Programm erfahren?
Auf das Programm hat mich meine Mutter aufmerksam gemacht, die eine Werbeanzeige in der Zeitung gesehen hat. Außerdem waren in meiner Berufsschule (Currenta Professional College in Leverkusen) Plakate ausgehangen, welche ich aber erst wahrgenommen habe, nachdem mich meine Mutter auf das Programm hinwiesen hatte. Meine Mutter hat mich auch dazu gedrängt, dass ich mich für das Programm bewerben sollte.

1.2 Welche Informationen hatten Sie vor Ihrer Bewerbung?
Ich hatte zuerst nur die Informationen der Zeitungsanzeige und eine Programmflyer den ich aus der Schule mitgenommen habe. Um mir zusätzliche Informationen über das Programm zu besorgen habe ich online recherchiert und mir die offizielle Seite des PPP unter www.bundestag.de angeschaut.

1.3 Vorschläge zur Werbung für das Programms
Ich hatte das Problem, dass die Zeitungsanzeige kurz vor dem Bewerbungsschluss geschaltet wurde und ich so nur wenige Tage für die Bewerbung Zeit hatte. Es wäre schön gewesen, wenn ich für die Bewerbung mehr Zeit gehabt hätte. Außerdem fände ich es gut, wenn Lehrer und Ausbilder das Programm in Berufsschulen und Ausbildungsbetreiben kurz vorstellen würden da das Aufhängen von Postern und Auslegen von Flyer in den meisten Fällen nicht beachtet wird.
2. Auswahl: Bitte kommentieren Sie den Auswahlprozess und die Vorstellungsgespräche
Der Auswahl Prozess hat in mehren Stufen stattgefunden. Angefangen mit einer Kurzbewerbung, in der meine persönlichen Daten abgefragt wurden. Nach der Kurzbewerbung habe ich in kurzer Zeit die kompletten Bewerbungsunterlagen zugeschickt bekommen. Diesen Bewerbungsunterlagen musste ich meinen Lebenslauf und Zeugnisse sowie ein ärztliches Attest hinzugefügen. Außerdem musste ich einen Essay Fragebogen beantworten, indem ich unter anderem gefragt worden bin warum ich mich bewerbe und wieso gerade für die USA. Als nächstes kam die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bei InWEnt in Bonn. Das Vorstellungsgespräch war in mehrere Teile gegliedert und begann mit einer Gruppenpräsentation zu einem gegebenen Thema die wir innerhalb kürzester Zeit vorbereiten und vorstellen mussten. Danach kam das eigentliche Vorstellungsgespräch, welches vor einem dreiköpfigen Gremium stattfand. Ich kann mich noch gut erinnern wie mitten im Gespräch plötzlich zu Englisch gewechselt wurde. Außerdem wurden Wissensfragen und persönliche Fragen gestellt, z.B. wieso ich mich für das Programm beworben habe und wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Geendet hat der Tag in Bonn mit einem Englisch und Wissenstest. Das nächste Vorstellungsgespräch hatte ich bei meinem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach. In dem Gespräch mit Herrn Bosbach wurden mir einige Fragen zu dem USA gestellt und persönliche Dinge wie Beruf und Hobbys angesprochen. Das gesamte Gespräch war nur 10min lang. Einige Tage später wurde ich von Herr Bosbachs Sekretärin angerufen, welche mich darüber informierte, dass Herr Bosbach sich für mich entschieden hatte.
3. Vorbereitung
3.1 Wie bewerten Sie das Angebot und die Nutzung der internetbasierten Kommunikationsplattform „27. PPP Forum“ im Global Campus?
Die Kommunikationsplattform finde ich sehr gut, da in einem gesicherten Bereich Dokumente und Informationen von InWEnt veröffentlicht werden können auf den nur die Teilnehmer zugriff haben. Das Forum habe ich aber nur wenig benutzt, da ich es relativ umständlich fand sich im Forum zurechtzufinden. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern war einfacher für mich in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder studiVZ, vor allem weil ich diese regelmäßiger besuche werden als das Global Campus Forum.

3.2 Wie fanden Sie das Vorbereitungsseminar in Deutschland?
3.2.1 Organisation
Die Organisation fand ich sehr gut. Alle erforderlichen Information sowie ein Programm wurden mir im Vorfeld per E-Mail geschickt, sodass ich mich gut auf das Seminar vorbereiten konnte. Es war sogar möglich sich vorher mit anderen PPPlern abzusprechen um gemeinsam zu reisen.

3.2.2 Länge
Die Länge des Vorbereitungsseminars in Bad Bevensen war mit einer Woche genau richtig für mich und ich konnte die anderen Teilnehmer gut kennen lernen. Ich würde die Länge auf keinen fall kürzen, da die Menge der gegebenen Informationen doch sehr groß war.

3.2.3 Themen
Die Themen für das Vorbereitungsseminar waren super. Die ersten Tage waren ehemalige Teilnehmer des PPP anwesend, die von ihren eigenen Erfahrungen in den USA berichten konnten. Sie haben uns richtig heiß auf die USA gemacht. Wir wären am liebsten alle direkt noch am gleichen Tag geflogen. Außerdem gab ein interkulturelles Training wo uns auf unterhaltsame und teilweise auch lustige Art die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den USA vorgestellt worden sind. Dort wurde mir auch richtig bewusst, dass ich in naher Zukunft ein Jahr in einem fremden Land verbringen werde. Der nächste Punkt war „Politisch – landeskundliche Vorbereitung“. Dies begann mit einer Fahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen. Es war das zweite Mal das ich ein ehemaliges Konzentrationslager besucht habe und es hat mich wieder zum nachdenken angeregt. Danach ging es weiter mit der Geschichte Deutschlands nach 1945, sowie der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach dem 2. Weltkrieg bis heute. Alle Themen wurden zum größten Teil in kleineren Gruppen bearbeitet und danach gegenseitig vorgestellt. Der größte Thementeil aber waren die Informationen zum eigentlichen USA-Aufenthalt indem alles von der Anreise in den USA, College, Praktikum, Gastfamilie, Versicherungen und Finanzen besprochen wurde. Außerdem wurden alle Fragen der Teilnehmer immer bestmöglich beantwortet und es wurden unter den Teilnehmern Tipps ausgetauscht, wie wo man z.B. ein kostenlose Kreditkarte beantragen kann.

3.2.4 Redner
Die Redner wussten alle genau was sie machen und haben die Themen interessant und informativ vorgetragen. Selbst bei den trockensten Informationen wurde es selten langweilig, da es immer genug Pausen zwischendurch gab.

3.3 In New York?
3.3.1 Organisation
Die Organisation in New York war genauso gut wie in Deutschland. Alles hat von der Ankunft in New York City bis zu dem Tag der Weiterreise wunderbar funktioniert. Höhepunkt für mich war die Sightseeing Bus Tour durch New York City.

3.3.2 Länge
Die Länge würde ich mit dreieinhalb Tagen fast als zu kurz bezeichnen, da New York einfach eine fantastische Stadt ist und es so viele Dinge zu sehen und entdecken gibt. Um das Vorbereitungsprogramm von CDS zu bearbeiten ist die Zeit aber ausreichend.

3.3.3 Themen
Die Themen kamen mir alle bekannt vor und ich denke, dass es als Auffrischung des Seminars in Deutschland dienen soll. Außerdem wurden einige Themen wie das Kaufen eines Autos noch mal ausführlicher besprochen. Der interessanteste Teil für mich waren die Informationen zur Reise zum finalen Platzierungsort.

3.3.4 Redner
Die Redner waren super und ich fand es gut, dass die Sprachen Deutsch und Englisch immer abgewechselt wurden, sodass es nicht zu anstrengend wurde.

3.4 Fühlten Sie sich ausreichend auf Ihr Jahr in den USA vorbereitet?
Ich fühlte mich gut auf das Jahr vorbereitet, aber natürlich ist es unmöglich im Vorfeld auf jede Wahrscheinlichkeit die eventuell auftreten könnte einzugehen. Auf keinen fall wurden wir ins kalte Wasser geworfen.
4. Weiterreise zum Platzierungsort
4.1 Organisation
Die Reise zum Platzierungsort wurde allen Teilnehmern detailliert mitgeteilt und es konnten Fragen gestellt werden. Bei mir gab es keine Komplikationen mit der Weiterreise. 

4.2 Fahrt
Meine Reise hatte nur einen Zwischenstopp in Washington DC. Als Reisefahrzeug hatten ich und drei andere PPPler den Bus. Es war sehr angenehm das andere PPPler dabei waren und man nicht komplett auf sich alleine gestellt war. Während der fahrt hatten wir einiges an Stau, sodass wir alle unsere Homestays anrufen mussten um sie über die Verspätung zu informieren. Bei mir war es kein Problem und mein Hoststay hat mich an der Bushaltestelle abgeholt. Nach einem Wochenende in DC ging es dann mit dem Flugzeug zu meiner finalen Platzierung in Atlanta.

4.3 „Homestays“ (Unterbringung in den Gastfamilien unterwegs)
Das Wochenende in DC habe ich richtig genossen. Meine Hosts Eric & Joni waren total super und haben mir alle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in DC gezeigt. Ich bin den beiden sehr dankbar, dass sie sich die Zeit für mich genommen haben und mir soviel gezeigt haben
5. Kommunikation
5.1 Informationsaustausch zwischen Ihnen und CDS/InWEnt
Der Informationsaustausch hat immer einwandfrei funktioniert. Es gibt viele Kommunikationswege (Post, E-Mail, Telefon). Für Problemfälle hat jeder Teilnehmer die Privatnummern von CDS Mitarbeitern, damit immer schnell und zuverlässig geholfen werden kann.

5.2 Kontakt zu dem Bundestagsabgeordneten
Ich hatte mehrere Treffen mit meinem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach. Zu erst bei dem Auswahlgespräch und ein zweites Mal kurz vor der Abreise, wo mich Herr Bosbach zu einer Pressekonferenz mit den örtlichen Zeitungen eingeladen hat. Beide treffen haben mir sehr viel Spaß gemacht.
6. Wohnsituation
6.1 Verhältnis zu den Leuten, mit denen Sie wohnen
Ich wohne nur mit einem Gastvater zusammen, aber das Verhältnis zu ihm ist super. Wir haben viele gemeinsame Hobbys und verstehen uns super. Mein Gastvater war selbst Austauschstudent in Deutschland und spricht fließend Deutsch. Im Haus wird aber fast ausschließlich Englisch gesprochen. Falls ich allerdings Vokabeln oder Grammatik Regeln nicht mehr weiß kann ich immer in Deutsch Fragen. Für mich ist er ein guter Ersatzvater. Wir haben schon viel gemeinsam unternommen und auch seine Familie und Freunde haben mich sehr herzlich aufgenommen.

6.2 Unterbringung
Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad und teile mir mit meinem Gastvater das Wohn- Esszimmer und die Küche. Den Haushalt würde ich als typischen Männerhaushalt bezeichnen. Ich fühle mich auf jeden fall richtig wohl.

6.3 Essen
Das Essen ist super. Ich koche oft mit meinem Gastvater zusammen und wir gehen auch regelmäßig auswärts essen. Es gibt amerikanische, europäische und auch asiatische Gerichte zuhause. Mein Gastvater kann super kochen und wir essen eigentlich jeden Tag gemeinsam zum Abend.
7. Kulturelle Erfahrungen
7.1 Clubs und Aktivitäten
Ich war im Theater Club und wir haben das Musical „Candide“ aufgeführt. Meine Aufgabe war das Bedienen des Verfolgerlichtes auf der Bühne. Es war das erste Mal für mich das ich an einer Theaterproduktion teilgenommen habe. Wir hatten mehrere Proben und insgesamt 6 Aufführungen.

7.2 Community Service
7.2.1 Nennen Sie bitte den Namen der Organisation sowie den Namen Ihres Vorgesetzten
Georgia Perimeter Theatre Arts Guild – Sally Robertson

7.3 Interessante kulturelle Geschichten oder Lernerfahrungen
Eines der interessantesten Events an dem ich teilgenommen habe, war eine Baby Shower Party in einer fundamental konservativ evangelischen Kirche hinter Mond. Bei einer Baby Shower Party laden die werdenden Eltern ihre Familien und Freunde ein. Jeder bringt Geschenke für das kommende Baby mit und es werden Baby Shower Party Spiele gespielt. Beispiele für diese Spiele sind, Twister mit Luftballon unter dem T-Shirt, erraten des Baby Brei Geschmacks und wer kann am schnellsten eine Babyflasche leer trinken. Die anwesenden Gäste waren jedoch keine Anhänger dieser Kirche, was in dem Fall gut war weil sonst diese Spiele nie stattgefunden hätten. Die Krönung des Tages war dann als jeder Gast ein kleines Geschenk bekommen hat in dem ein pinker kunststoff Rosenkranz war. Den anwesenden Gästen war diese Ironie nicht entgangen und so war es doch recht amüsant.
8. Finanzen: Halten Sie den vorgeschlagenen Betrag für ausreichend?
Der vorgeschlagene Betrag ist sicherlich ausreichend, aber große Sprünge kann man damit nicht veranstalten. Ich persönlich hatte mehr Geld als vorgeschlagen zur Verfügung und war auch sehr glücklich darüber. Vor allem weil die ersten Wochen mit Auto und Autoversicherung doch sehr kostenintensiv waren. So konnte ich mir trotzdem Sachen wie Kleidung und Freizeitaktivitäten erlauben, ohne ständig auf meine Finanzen achten zu müssen. Ein weiters großes Loch ins Budget reißen auch die Schulbücher in den USA. Ich habe für alle Bücher $550 bezahlt.

 9. Das College Semester
9.1 Rat und Hilfe vom College Coordinator
Meinen College Coordinator habe ich nicht wirklich benötigt, weil mein Gastvater der ehemalige College Coordinator war. Er hat mir geholfen bevor ich meinen eigentlichen Coordinator um Hilfe hätte bitten können. Mein Gastvater hat mir bei dem Einstufungstest und der Kursauswahl geholfen. So war es möglich, dass ich auch Kurse belegen konnte, die man sonst als ESL (english second language) Student nicht wählen kann.

9.2 Kurse
9.2.1 Qualität des Unterrichts
Die Qualität des Unterrichts fand ich gut. Bei Fragen haben alle Lehrer immer versucht zu helfen. Auch die anderen Studenten im Kurs waren stets freundlich und hilfsbereit.

9.2.2 Schwierigkeit mit Lerninhalten
Schwierigkeiten hatte ich sehr wenig. Die zwei Englischkursen, die ich belegte waren dank des Einstufungstestes genau auf meinen Level. Der Kurs organische Chemie hat mir auch keine größeren Probleme bereitet da es für mich größtenteils eine Wiederholung der Themen war, welche ich in Deutschland schon gelernt habe.

9.2.3 Schwierigkeiten mit der Sprache
Schwierigkeiten hatte ich während des Unterrichts nicht, falls ich etwas nicht verstanden habe, hab ich nachgefragt und in allen Fällen wurde mir immer geholfen. Außerdem hatte ich in der Schule immer ein Deutsch-Englisch sowie ein Englisch-Englisch Wörterbuch dabei. Beim Small Talk mit anderen Studenten war es teilweise schwieriger sich zu verständigen weil viele Nationalitäten mit unterschiedlichen Dialekten vertreten waren.
9.3 Verbesserung Ihres Englischs
Mein Englisch hat sich sehr stark verbessert. Ich würde mir auf einer Skala von 1 bis 10 eine 9 geben. Bevor ich in die USA geflogen bin hätte ich mir nur eine 6 gegeben. In den letzten Tagen haben mich auch immer wieder Freunde drauf hingewiesen, dass sich gerade meine Aussprache sehr verbessert hat.

 

II. Abschlussbericht
1. Praktikumssuche
Die Praktikumssuche war meiner Meinung nach der schwierigste Teil in meinem Jahr USA Aufenthalt. Mein Gastvater hat mir bei der Erstellung meines „Cover Letter“ (Anschreiben) und Resume (Lebenslauf) geholfen. Danach habe ich meine Bewerbungsunterlagen an jedes Unternehmen geschickt, das einen Chemielaboranten gesucht hat. Es war enttäuschend, dass ich manchen Unternehmen noch nicht einmal eine Absage bekommen habe. Daraufhin habe ich meine Suche auf ähnliche Berufe und Qualifikationen ausgeweitet. Leider war ich trotz meiner Bemühungen Anfang Januar immer noch ohne Job. Zum Glück konnte mein Gastvater mir am Ende einen Job beim College besorgen für das er arbeitet.


2. Praktikum
2.1 Name der Firma
Georgia Perimeter College

2.1.1 Größe und Struktur
Universität mit 26.000 Studenten, 2000 Lehrkräfte und 1000 Angestellte.

2.1.2 Welche Position hatten Sie in der Firma?
Ich wurde eingestellt als Chemielaborant (Lab Tech). Leider stellte sich heraus, dass für diese Position ein Bachelor Abschluss notwendig ist. Meine Ausbildung durch die Deutsche Industrie und Handelskammer wurde leider nicht als solche anerkannt. Daraufhin wurde mein Gehalt gekürzt und wurde zum Labor Assistenten.

2.2 Haben Sie etwas Neues während des Praktikums gelernt?
Meine Aufgabe war es die Labore, für die Klassen die dort unterrichtet werden, vorzubereiten. Dies umfasste Abfüllen von Chemikalien, ansetzen von Lösungen und bereitstellen von Labor Equipment.

2.2.1 Länge
Die Länge würde ich mit dreieinhalb Tagen fast als zu kurz bezeichnen, da New York einfach eine fantastische Stadt ist und es so viele Dinge zu sehen und entdecken gibt. Um das Vorbereitungsprogramm von CDS zu bearbeiten ist die Zeit aber ausreichend.

2.2.2 Themen
Die Themen kamen mir alle bekannt vor und ich denke, dass es als Auffrischung des Seminars in Deutschland dienen soll. Außerdem wurden einige Themen wie das Kaufen eines Autos noch mal ausführlicher besprochen. Der interessanteste Teil für mich waren die Informationen zur Reise zum finalen Platzierungsort.

2.2.3 Redner
Die Redner waren super und ich fand es gut, dass die Sprachen Deutsch und Englisch immer abgewechselt wurden, sodass es nicht zu anstrengend wurde.

2.3 Fühlten Sie sich ausreichend auf Ihr Jahr in den USA vorbereitet?
Ich fühlte mich gut auf das Jahr vorbereitet, aber natürlich ist es unmöglich im Vorfeld auf jede Wahrscheinlichkeit die eventuell auftreten könnte einzugehen. Auf keinen fall wurden wir ins kalte Wasser geworfen.
3. Weiterreise zum Platzierungsort
3.1 Organisation
Die Reise zum Platzierungsort wurde allen Teilnehmern detailliert mitgeteilt und es konnten Fragen gestellt werden. Bei mir gab es keine Komplikationen mit der Weiterreise.

3.2 Fahrt
Meine Reise hatte nur einen Zwischenstopp in Washington DC. Als Reisefahrzeug hatten ich und drei andere PPPler den Bus. Es war sehr angenehm das andere PPPler dabei waren und man nicht komplett auf sich alleine gestellt war. Während der fahrt hatten wir einiges an Stau, sodass wir alle unsere Homestays anrufen mussten um sie über die Verspätung zu informieren. Bei mir war es kein Problem und mein Hoststay hat mich an der Bushaltestelle abgeholt. Nach einem Wochenende in DC ging es dann mit dem Flugzeug zu meiner finalen Platzierung in Atlanta.

3.3 „Homestays“ (Unterbringung in den Gastfamilien unterwegs)
Das Wochenende in DC habe ich richtig genossen. Meine Hosts Eric & Joni waren total super und haben mir alle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in DC gezeigt. Ich bin den beiden sehr dankbar, dass sie sich die Zeit für mich genommen haben und mir soviel gezeigt haben
4. Kommunikation
4.1 Informationsaustausch zwischen Ihnen und CDS/InWEnt
Der Informationsaustausch hat immer einwandfrei funktioniert. Es gibt viele Kommunikationswege (Post, E-Mail, Telefon). Für Problemfälle hat jeder Teilnehmer die Privatnummern von CDS Mitarbeitern, damit immer schnell und zuverlässig geholfen werden kann.

4.2 Kontakt zu dem Bundestagsabgeordneten
Ich hatte mehrere Treffen mit meinem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach. Zu erst bei dem Auswahlgespräch und ein zweites Mal kurz vor der Abreise, wo mich Herr Bosbach zu einer Pressekonferenz mit den örtlichen Zeitungen eingeladen hat. Beide treffen haben mir sehr viel Spaß gemacht.
5. Wohnsituation
5.1 Verhältnis zu den Leuten, mit denen Sie wohnen
Ich wohne nur mit einem Gastvater zusammen, aber das Verhältnis zu ihm ist super. Wir haben viele gemeinsame Hobbys und verstehen uns super. Mein Gastvater war selbst Austauschstudent in Deutschland und spricht fließend Deutsch. Im Haus wird aber fast ausschließlich Englisch gesprochen. Falls ich allerdings Vokabeln oder Grammatik Regeln nicht mehr weiß kann ich immer in Deutsch Fragen. Für mich ist er ein guter Ersatzvater. Wir haben schon viel gemeinsam unternommen und auch seine Familie und Freunde haben mich sehr herzlich aufgenommen.

5.2 Unterbringung
Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad und teile mir mit meinem Gastvater das Wohn- Esszimmer und die Küche. Den Haushalt würde ich als typischen Männerhaushalt bezeichnen. Ich fühle mich auf jeden fall richtig wohl.

5.3 Essen
Das Essen ist super. Ich koche oft mit meinem Gastvater zusammen und wir gehen auch regelmäßig auswärts essen. Es gibt amerikanische, europäische und auch asiatische Gerichte zuhause. Mein Gastvater kann super kochen und wir essen eigentlich jeden Tag gemeinsam zum Abend.
6. Kulturelle Erfahrungen
6.1 Clubs und Aktivitäten
Ich war im Theater Club und wir haben das Musical „Candide“ aufgeführt. Meine Aufgabe war das Bedienen des Verfolgerlichtes auf der Bühne. Es war das erste Mal für mich das ich an einer Theaterproduktion teilgenommen habe. Wir hatten mehrere Proben und insgesamt 6 Aufführungen.

6.2 Community Service
6.2.1 Nennen Sie bitte den Namen der Organisation sowie den Namen Ihres Vorgesetzten
Georgia Perimeter Theatre Arts Guild – Sally Robertson

6.3 Interessante kulturelle Geschichten oder Lernerfahrungen
Eines der interessantesten Events an dem ich teilgenommen habe, war eine Baby Shower Party in einer fundamental konservativ evangelischen Kirche hinter Mond. Bei einer Baby Shower Party laden die werdenden Eltern ihre Familien und Freunde ein. Jeder bringt Geschenke für das kommende Baby mit und es werden Baby Shower Party Spiele gespielt. Beispiele für diese Spiele sind, Twister mit Luftballon unter dem T-Shirt, erraten des Baby Brei Geschmacks und wer kann am schnellsten eine Babyflasche leer trinken. Die anwesenden Gäste waren jedoch keine Anhänger dieser Kirche, was in dem Fall gut war weil sonst diese Spiele nie stattgefunden hätten. Die Krönung des Tages war dann als jeder Gast ein kleines Geschenk bekommen hat in dem ein pinker kunststoff Rosenkranz war. Den anwesenden Gästen war diese Ironie nicht entgangen und so war es doch recht amüsant.
7. Finanzen: Halten Sie den vorgeschlagenen Betrag für ausreichend?
Der vorgeschlagene Betrag ist sicherlich ausreichend, aber große Sprünge kann man damit nicht veranstalten. Ich persönlich hatte mehr Geld als vorgeschlagen zur Verfügung und war auch sehr glücklich darüber. Vor allem weil die ersten Wochen mit Auto und Autoversicherung doch sehr kostenintensiv waren. So konnte ich mir trotzdem Sachen wie Kleidung und Freizeitaktivitäten erlauben, ohne ständig auf meine Finanzen achten zu müssen. Ein weiters großes Loch ins Budget reißen auch die Schulbücher in den USA. Ich habe für alle Bücher $550 bezahlt.

8. Das College Semester
8.1 Rat und Hilfe vom College Coordinator
Meinen College Coordinator habe ich nicht wirklich benötigt, weil mein Gastvater der ehemalige College Coordinator war. Er hat mir geholfen bevor ich meinen eigentlichen Coordinator um Hilfe hätte bitten können. Mein Gastvater hat mir bei dem Einstufungstest und der Kursauswahl geholfen. So war es möglich, dass ich auch Kurse belegen konnte, die man sonst als ESL (english second language) Student nicht wählen kann.

8.2 Kurse
8.2.1 Qualität des Unterrichts
Die Qualität des Unterrichts fand ich gut. Bei Fragen haben alle Lehrer immer versucht zu helfen. Auch die anderen Studenten im Kurs waren stets freundlich und hilfsbereit.

8.2.2 Schwierigkeit mit Lerninhalten
Schwierigkeiten hatte ich sehr wenig. Die zwei Englischkursen, die ich belegte waren dank des Einstufungstestes genau auf meinen Level. Der Kurs organische Chemie hat mir auch keine größeren Probleme bereitet da es für mich größtenteils eine Wiederholung der Themen war, welche ich in Deutschland schon gelernt habe.

8.2.3 Schwierigkeiten mit der Sprache
Schwierigkeiten hatte ich während des Unterrichts nicht, falls ich etwas nicht verstanden habe, hab ich nachgefragt und in allen Fällen wurde mir immer geholfen. Außerdem hatte ich in der Schule immer ein Deutsch-Englisch sowie ein Englisch-Englisch Wörterbuch dabei. Beim Small Talk mit anderen Studenten war es teilweise schwieriger sich zu verständigen weil viele Nationalitäten mit unterschiedlichen Dialekten vertreten waren.

8.3 Verbesserung Ihres Englischs
Mein Englisch hat sich sehr stark verbessert. Ich würde mir auf einer Skala von 1 bis 10 eine 9 geben. Bevor ich in die USA geflogen bin hätte ich mir nur eine 6 gegeben. In den letzten Tagen haben mich auch immer wieder Freunde drauf hingewiesen, dass sich gerade meine Aussprache sehr verbessert hat.