Aktuelle Informationen über gesetzliche Neuregelungen beim ElterngeldPlus

Am 1. Januar 2015 ist das neue Gesetz zum ElterngeldPlus in Kraft getreten. Bosbach: „Diese gesetzlichen Neuregelungen tragen dazu bei, sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Förderung von Kindern weiter zu verbessern als auch der Wirtschaft neue Perspektiven zu bieten. Sie orientieren sich an der veränderten Lebenswirklichkeit der Familien in Deutschland.“

Die wesentlichen Neuerungen:
Wie beim bisherigen Elterngeld ersetzt das ElterngeldPlus einen Teil des wegfallenden Einkommens. Mütter und Väter, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, können künftig Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit besser miteinander kombinieren. Wer nach der Geburt in Teilzeit wiedereinsteigt, erhält künftig koppelt so lange Unterstützung, aus 1 Elterngeldmonat werden 2 ElterngeldPlus-Monate. Diejenigen, die sich die Kindererziehung teilen und 4 Monate lang parallel die Arbeitszeit reduzieren, erhalten mit dem Partnerschaftsbonus jeweils 4 zusätzliche Monate ElterngeldPlus. Künftig können 24 statt wie bisher 12 Monate unbezahlte Auszeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes eingesetzt werden.


Wer pflegebedürftige Angehörige versorgt, erhält mehr Flexibilität und Sicherheit. Eine bis zu zehntägige Auszeit im Akutfall wird mit einer Lohnersatzleistung – dem Pflegeunterstützungsgeld – verknüpft. Wer kurzfristig bis zu 6 Monate in die Pflegezeit geht, hat jetzt einen Anspruch auf Förderung durch ein zinsloses Darlehen. Ist eine längere Auszeit erforderlich, besteht ein Anspruch auf die Familienpflegezeit. Hier können Beschäftigte bis zu 24 Monate ihrer Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden pro Woche verringern. Auch hier besteht Anspruch auf ein zinsloses Darlehen. Ein Kündigungsschutz besteht von der Ankündigung der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung oder einer Freistellung nach dem Pflegezeitgesetz oder Familienpflegegesetz – höchstens jedoch 12 Wochen vor dem angekündigten Beginn – bis zur Beendigung der jeweiligen Auszeit.


Damit gute Bildungsangebote so früh wie möglich bundesweit zur Verfügung stehen, stockt der Bund seine Unterstützung beim Bau neuer Kita-Plätze auf 1 Milliarde Euro auf. Gefördert werden insbesondere Investitionen, die der ganztägigen Betreuung, der gesunden Ernährung und der Inklusion dienen. Außerdem stellt der Bund ab 2015 845 Millionen Euro für Betriebskosten zur Verfügung, die in den Jahren 2017/2018 um je 100 Millionen Euro aufgestockt werden. Darüber hinaus werden 400 Millionen Euro für die Sprachförderung eingesetzt.

Weiterführende ausführliche Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: info@bmfsfjservice.bund.de


verantwortlich:
Andrea Weber
Wahlkreisbüro