Kleine Nachlese zur Sendung "Anne Will" vom 14.10.2015 "Kampf dem islamistischen Terror - Wie weit darf der Staat gehen?" (Teil 1)

Auszug aus der Diskussion im Internet Forum von Anne Will

Breidling, Ottmar VRiOLG a.D. schrieb am 14.10.2015 22:43 Uhr:

 

Die Ausführungen von Frau Zeh zur - nach ihrer Bewertung wohl eher geringen - Bedeutung der Videoüberwachung im sog. Kofferbombenverfahren kann nicht unwidersprochen bleiben. Ich habe bei der Urteilsverkündung u.a. ausgeführt:

"... In Deutschland wurde mittlerweile nach den Tätern mit Hochdruck gefahndet. Nachdem den Ermittlungsbehörden schließlich durch Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras des Kölner Hauptbahnhofs Bilder der zwei noch unbekannten Täter zur Verfügung standen, leiteten diese sogleich eine bundesweite Öffentlichkeitsfahndung nach diesen ein. Kurze Zeit später konnte der Angeklagte aufgrund eines Hinweises der libanesischen Sicherheitsbehörden als eine der zwei Personen identifiziert und am Morgen des 19. August 2006 am Kieler Hauptbahnhof festgenommen werden, als er im Begriff war, sich zu seiner Schwester nach Schweden abzusetzen. Einige Tage später konnte auch J. H. identifiziert und im Libanon festgenommen werden.... Daher demonstriert dieses Verfahren exemplarisch, wie außerordentlich hilfreich die in der öffentlichen Diskussion ganz überwiegend kritisch betrachte Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen bei der Aufklärung schwerster Straftaten sein kann, und macht ferner deutlich, wie unverzichtbar – abgesehen von der Notwendigkeit einer personell und sächlich gut ausgestatteten Polizei – ein wirksames Ermittlungs-Instrumentarium gerade bei der Aufklärung schwerster, insbesondere auch terroristischer Verbrechen ist."

 

Quelle:http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/Forum-Kampf-dem-islamistischen-Terror-Wie-weit-darf-der-Staat-gehen,diskussionueberwachung100.html